Über mich

In diesem Interview gebe ich Einblicke in meinen beruflichen Weg, in das, was mich antreibt, und in die Haltung, die meine therapeutische Arbeit prägt. Ich erzähle davon, was mir in Gesprächen wichtig ist und was Sie in meiner Praxis erwarten können.


Wie kam es dazu, dass Sie heute therapeutisch arbeiten?
Seit vielen Jahren begleite ich Unternehmen im Bereich Kommunikation. Parallel wuchs in mir der Wunsch, Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu unterstützen. Also habe ich einen zweiten Ausbildungsweg eingeschlagen und arbeite heute auch als systemische Beraterin und systemische Therapeutin i.A. mit eigenem Praxisraum. Die Heilpraktiker-Erlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie bildet die rechtliche Grundlage meiner Arbeit. Ich begleite Menschen zugewandt, präsent und ohne vorschnelle Lösungen – damit Gedanken Raum bekommen, Gefühle geordnet betrachtet werden können und neue Perspektiven angeregt werden.


Was interessiert Sie an der therapeutischen Begleitung von Menschen und was hat Sie persönlich dazu bewegt?
Mich interessiert was in und zwischen Menschen wirkt, was Verbindung schafft und was sie manchmal leise unterbricht. Im Laufe meines Arbeitslebens entstand der Wunsch, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen nicht funktionieren müssen, sondern einfach sein dürfen. Es berührt mich, Menschen dabei zu begleiten, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen, neue Perspektiven zu entdecken und eigene Lösungen zu entwickeln. Diese Begleitung empfinde ich als sinnvolle und bereichernde Aufgabe. 


Wie würden Sie Ihre Persönlichkeit beschreiben, und welche Werte leiten Ihre Arbeit?
Einfühlsam, geduldig und mit Sinn für Humor. Meine Arbeit basiert auf Wertschätzung – für das, was Menschen mitbringen, ihre Geschichte und ihren Mut, sich einzulassen. Respekt und echtes Interesse sind mir besonders wichtig. Ich glaube, wir brauchen weniger Ratschläge und mehr Räume, in denen wir einfach sein dürfen.


Wie beeinflusst Ihre eigene Lebenserfahrung Ihre Arbeit?
Meine eigenen Erfahrungen machen mich nahbar und geben mir ein tiefes Verständnis für menschliche Herausforderungen. Sie helfen mir, mitfühlend zu bleiben und mich auf die Geschichten von Menschen einzustellen.


Was bedeutet für Sie gelingende Kommunikation?
Weniger senden, mehr zuhören. Zuhören, nicht um sofort zu antworten, sondern um wirklich zu verstehen – auch das, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Und nicht alles sofort reparieren wollen.


Wie gehen Sie mit Krisen um – bei anderen, aber auch bei sich selbst?
Mit so viel Ruhe wie möglich. Auch ich erlebe in Krisen nicht immer Gelassenheit. Krisen können überwältigend sein, und oft geht es weniger um schnelle Lösungen als um Aushalten, Verstehen und Neuordnen. Gemeinsam nach kleinen Kräften und Möglichkeiten zu suchen, kann dazu beitragen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.


Was erwartet Menschen in einer ersten Sitzung bei Ihnen?
Ein Gespräch ohne Druck, zum Kennenlernen und Abtasten: Passt es? Fühlt es sich gut an? Wir klären, was sie brauchen und was ich anbieten kann. Alles Weitere entwickelt sich daraus.


Welche Rolle spielt Humor in Ihrer Arbeit?
Humor darf sein. Er kann Leichtigkeit bringen, festgefahrene Gedanken lösen und neue Perspektiven anregen.  Ein Lächeln oder sogar ein Lachen kann dann ein kleiner Spalt in der Schwere sein, durch den wieder etwas Luft hereinkommt. 


Was möchten Sie Menschen sagen, die sich unsicher fühlen?
Ich möchte ermutigen: Reden hilft, und Unterstützung anzunehmen ist ein Zeichen von Mut. Niemand muss sofort alle Antworten haben. Veränderung verläuft manchmal schwer, manchmal überraschend leicht – und immer im eigenen Tempo.

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